Unsere Behandlungen bei 

Sinus pilonidalis

Häufig schließen sich die Wunden nach anfänglicher Heilung plötzlich nicht mehr weiter. Es kommt daher immer wieder zu Blutungen und Beschwerden. Oft wird in dieser Situation eine erneute Ausscheidung empfohlen, mit anschließender neuer Wundheilungsphase. 
Wir versuchen dieses immer zu vermeiden und bieten schmerzlose, nicht-operative Methoden an, die in vielen Fällen zu einem sicheren Verschluss der Wunde führen.

Stosswellentherapie bei der Steissbeinfistel

Neben den etablierten Indikationen in der Orthopädie wie der Behandlung des Fersensporn, Tennisarm oder der Heilung bei Knochenbrüchen, unterstützt die Stoßwelle auch die Wundheilung bei chronischen Wunden oder Verbrennungen.

 Hierbei stellt die Stosswelle insbesondere bei verzögerter Wundheilung nach großen Operationen bei Sinus Pilonidalis eine neue Therapieoption dar. 

Welche Wunden sind geeignet?

  • Nicht heilende Wunden wie die Steissbeinfistel
  • Diabetisches Gangrän 
  • Ulcus cruris (diabetisch)
  • Ulcus (nicht diabetisch) 
  • Hautverbrennungen 
  • Narben

Vorteile der Behandlung

  • Nicht-invasive Therapie
  • kaum Nebenwirkungen 
  • Keine lokale Betäubung (Spritzen)
  • Ambulante Behandlung 
  • Langanhaltende Effekte 
  • Kurze Therapiezeiten (8-10 Minuten)

Wie funktioniert eine Stosswelle?

Das Verfahren der elektromagnetischen Stosswellenerzeugung beruht auf dem physikalischen Prinzip der elektromagnetischen Induktion, wie sie beispielsweise bei Lautsprechern verwendet wird. Die Anordnung von Spule und Membran ist dabei so optimiert, dass besonders kräftige und kurze akustische Impulse entstehen. 

 

Ursprünglich wurden diese Impulse Anfang der 1980er Jahre zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt, was als „extrakorporale Stosswellentherapie“ (ESWT) bezeichnet wird.  

 

In den letzten 20 Jahren hat sich daneben auch ein weiter therapeutischer Einsatz in der Orthopädie gezeigt, wo es mittlerweile eine große Bandbreite an Indikationen zur Behandlung muskuloskeletaler Erkrankungen gibt. Hier werden die Kosten zum Teil auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. 

Was bewirkt eine Stosswelle im Körper?

Die Behandlung mit niederenergetischen Stosswellen führt zu einer Durchblutungs-förderung und stimuliert auch die Neubildung von Kapillargefässen (Angiogenese) durch die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren, wodurch das Gewebe sich vermehren kann und letztendlich zu einem Verschluss des Defektes führt. 

 

Dabei garantieren ein konstantes Energieniveau und die grosse Fokuszone eine sichere Behandlung der Wunde. 

Wie verläuft die Behandlung mit der Stosswelle bei Sinus pilonidalis?

Bei der fokussierten Stosswelle liegt der Patient im Falle eines nicht heilenden Sinus Pilonidalis auf dem Bauch. Der Schallkopf wird auf den Wundbereich gehalten und die Stosswellen mit 50-100 Impulsen / cm2 kontinuierlich abgegeben. Die Behandlung dauert ungefähr 8-10 Minuten. In der Regel ist die Durchführung nicht schmerzhaft.

Für einen Therapieerfolg sollten mindestens 6 Sitzungen vereinbart werden. Danach erfolgt eine Pause mit einer Therapiekontrolle nach ca 3 Wochen. Anschließend können ggf. weitere Sitzungen erfolgen. Die Kosten für 6 Behandlungen liegen ca. bei 400 €. 

Wichtig: Die Stosswellentherapie ist leider keine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie daher diese Therapie wünschen, machen wir Ihnen gerne einen Kostenvoranschlag als IGeL-Leistung (nach der Gebührenordnung für Ärzte, GOÄ).

Privatpatienten erkundigen sich bitte vor der Behandlung bei Ihrer Versicherung wegen einer Kostenübernahme. 

 
Achtung: Eine Behandlung sollte nicht durchgeführt werden bei Patienten mit Tumorleiden, bei Schwangerschaft und einer Therapie mit Marcumar oder ähnlichen Blutverdünnern. 

Ausgangsbefund

Die Wunde ist ca. 4cm lang und 2cm tief. Das Wundgewebe ist weich und es zeigt sich keine feste Struktur. Die Wunde ist sehr empfindlich und es kommt schnell zu Blutungen.

Nach 2 Wochen Behandlung

Die Wunde beginnt aus der Tiefe zu heilen und die Länge beträgt nur noch 3cm. Blutungen gab es nur noch selten.

Nach 4 Wochen Behandlung

Die Wunde ist in der Tiefe geheilt und oberflächlich besteht noch ein Defekt von 1,5cm. 

"Die Stosswellentherapie wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und fördert die Wundheilung durch Kollagenbildung"


Platelet Rich Plasma

Unser Blut besteht aus Wasser, weißen und roten Blutkörperchen sowie den Blutplättchen.

 Bei der PRP (Platelet Rich Plasma) Therapie wird ein eiweißreiches Konzentrat aus den Blutplättchen gewonnen und dieses mit einer speziellen Spritze in die entsprechende Körperstelle injiziert. 

 

In den Blutplättchen sind zahlreiche Wachstumsfaktoren und Zellbotenstoffe (Zytokine) enthalten, die der Zellerneuerung dienen, wodurch die PRP-Behandlung ihr regeneratives Potenzial gewinnt und das angrenzende Gewebe zum Wachstum stimuliert wird.

Wo kann die PRP-Therapie eingesetzt werden?

Indikationen für die Eigenbluttherapie sind besonders orthopädische Krankheitsbilder wie Gelenkleiden (Arthrosen), Sehnenentzündungen und die beschleunigte Behandlung bei Knochenbrüchen. Diese Behandlungen werden seit Jahren praktiziert und sind weites gehend etabliert.

Darüber hinaus findet die Eigenbluttherapie immer mehr Anwendung in der Therapie von chronischen Wundheilungsstörungen oder auch als Anti Aging Therapie in der ästhetischen Medizin.  

 Ein großer Vorteil ist aufgrund des körpereigenen Gewebes, dass es keine Nebenwirkungen im Sinne von allergischen Reaktionen oder Entzündungen gibt.

Wichtig: Die Platelet Rich Plasma (PRP) Therapie ist leider keine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie daher diese Therapie wünschen, machen wir Ihnen gerne einen Kostenvoranschlag als IGeL-Leistung (nach der Gebührenordnung für Ärzte, GOÄ). Privatpatienten erkundigen sich bitte vor der Behandlung bei Ihrer Versicherung wegen einer Kostenübernahme.

Eine Behandlung sollte nicht durchgeführt werden bei Patienten mit Tumorleiden, bei Schwangerschaft und einer Therapie mit Marcumar oder ähnlichen Blutverdünnern. 

PRP bei welchen Wunden?

  • Nicht heilende Wunden wie z.B. Sinus pilonidalis
  • Analfisteln
  • Ulcus cruris (diabetisch)
  • Ulcus (nicht diabetisch) 
  • Hautverbrennungen 
  • Narben

Vorteile der Behandlung

  • kaum Nebenwirkungen, da Eigenblut ohne Zusatzstoffe
  • Keine Lokalanästhesie
  • Ambulante Behandlung 
  • Langanhaltende Effekte 
  • Kurze Therapiezeiten (10 Minuten)

Wie läuft die Behandlung ab?

Nach der Blutentnahme wird das sogenannte Vollblut sofort in ein spezielles Röhrchen in eine Zentrifuge gegeben. Eine weitere Aufarbeitung ist nicht notwendig. Durch die Zentrifugalkraft wird das Blut in drei Bestandteile getrennt. Dieses geschieht aufgrund des unterschiedlichen spezifischen Gewichtes.

 

Der oberste Teil besteht aus dem Blutkörperchen- und Blutplättchen armen Teil, dem Plasma, der ca. 55% ausmacht. In der Mitte lagern sich die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) an mit ca. 4% des Gesamtvolumens. Die unterste Schicht besteht aus roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die sich zu einem Blutkuchen verklumpen und ca. 41% ausmachen.  

 

Das mit Blutplättchen reiche Plasma wird aus den Röhrchen abgezogen und bei dem Patienten in die zu therapierende Körperstelle injiziert, wodurch die hinzugegebenen Wachstumsfaktoren ein Gewebewachstum einleiten und es zu einer Verbesserung der Heilung kommt.  

"Die PRP Therapie ist ein sinnvoller Versuch eine Wundheilung anzuregen, wenn andere Maßnahmen nicht wirksam sind - sie kann aber keine Wunder vollbringen"